JBBL: Viertelfinal-Aus vor Rekordkulisse gegen ALBA Berlin

Im Viertelfinale war Schluss für das JBBL-Team der Metropol Baskets Ruhr. Nach der 85:96-Niederlage in Spiel 2 gegen ALBA Berlin ist das Kooperationsteam von ETB Essen, Citybasket Recklinghausen und dem BSV Wulfen aus den Playoffs der Jugend Basketball Bundesliga ausgeschieden. Trotzdem verabschiedeten sich die Schützlinge von Philipp Stachula und Pit Lüschper sich mit einer guten Leistung in die Sommerpause. Erfreulich waren auch die Rahmenbedingungen beim alles entscheidenden Spiel: über 250 Zuschauer in der Vestischen Arena Recklinghausen und mehr als 700 am Livestream sorgten für eine Rekordkulisse in dieser Saison.

Dabei kamen die Ruhrgebietstalente nicht gut aus den Startlöchern. Aber auch die Gäste brauchten etwas Zeit, um ihren Rhythmus zu finden (2:2 nach vier Minuten). Doch dann kamen die schnellen Berliner Guards zu einfachen Abschlüssen und Fast Breaks, während Metropol hart für gute Würfe arbeiten musste. Zur Viertelpause war ALBA auf 12:21 davongezogen.

Im zweiten Viertel arbeiteten sich Kapitän Lennard Kaprolat und co. dann wieder heran. Vor allem Evans Rapique war es, der dafür sorgte, dass die Hausherren nicht gleich vorbeizogen. Patrick Liebert per Stepback-Dreier und eben der Kapitän sorgten dann in der 18. Minute für die Metropol-Führung: 35:33! Am Ende spielte ALBA den Größenvorteil allerdings wieder geschickt aus: Center Matus Sedlak war es, der für den 37:44-Halbzeitstand sorgte.

Nach der Pause gingen die Metropol Baskets dann aber etwas zu unbeherzt in der Verteidigung zu Werke. ALBA kam häufig in die Zone und beherrschte nun auch den Rebound. So setzten sich die Gäste aus der Hauptstadt langsam aber sicher weiter ab. Offensiv hielten Liebert und Pobric die MBR-Auswahl im Spiel. Bis auf 16 Punkte gingen die Albatrosse in Führung, 11 Punkte Rückstand hatten die Metropol Baskets zur letzten Viertelpause noch vor der Brust.

Nun stimmte der Einsatz, Din Pobric brachte noch einmal viel Energie aufs Spielfeld. Doch immer wieder wurden Überzahlsituationen nicht ausgespielt oder Pässe landeten im Nirvana. So dauerte es bis zur 35. Minute, bis die Aufholjagd wirklich begann. Kaprolat für drei und Pobric im Break zwangen ALBA-Coach Vladimir Bogojevic zur Auszeit, bis auf 80:84 kamen die Ruhrpott-Jungs wieder heran. Dann wurden aber wieder zu viele Bälle vergeben, um den Berlinern noch mal gefährlich zu werden.

So ging ALBA Berlin mit einem 96:85-Auswärtssieg vom Feld und feierte den verdienten Einzug ins Final Four. Gegen den breiten Kader mit Top-Spielern wie Evans Rapique konnte Metropol nie zu 100% dagegen halten. Trotzdem sahen die Zuschauer eine spannende Serie, die beiden Teams alles abverlangte. „Wir können uns in Sachen Einsatz und Härte nichts vorwerfen und haben alles gegeben“, war Coach Philipp Stachula stolz auf sein Team. Auch die ALBA-Verantwortlichen lobten das Metropol-Projekt: „Das war Wahnsinn, was hier heute in der Halle auf die Beine gestellt wurde!“Und so endet die Saison der jungen Metropol-Mannschaft zwar nicht im Final Four, aber bei einer tollen Kulisse und einem großartigen Heimspiel in Recklinghausen.

Metropol: Liebert (22), Altekruse (16), Pobric (16), Kaprolat (15), Dallinga (8), Michels (5), Charfreitag (3), Pehar (0), Vasiliu (0), Silic (dnp), Schrudde (dnp), Albers (dnp)

Foto (© Volker Lauer): Patrick Liebert hielt die Metropol Baskets offensiv mit 22 Zählern im Spiel. Im Hintergrund die großartige Unterstützung der über 250 Zuschauer

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