NBBL-Achtelfinale: Im Schlussviertel in Berlin eingebrochen

Die U19 der Metropol Baskets Ruhr hat eine große Chance vertan, im Play-off-Achtelfinale der Deutschen Meisterschaft gegen die AB Baskets aus Berlin in der Serie „best of three“ mit 1:0 in Führung zu gehen. In der Sporthalle Charlottenburg unterlag das Kooperationsteam von ETB SW Essen, Citybasket Recklinghausen und VfL AstroStars Bochum sowie der Juniorpartner BSV Wulfen, Sterkrade 69ers und Ruhrbaskets Witten mit 69:81 (42:39). Um im Kampf um die Deutsche U19-Meisterschaft nicht vorzeitig auszuscheiden, muss die Ruhrgebietsauswahl am kommenden Sonntag (7.4., 15 Uhr) in der Bochumer Rundsporthalle Spiel 2 gewinnen, um in der Serie „best of three“ ein entscheidendes drittes Spiel wieder in Berlin (14.4., 13 Uhr) zu erzielen.

Ein zweiminütiger Blackout zu Beginn des vierten Viertels brachte die Vorentscheidung zugunsten der Berliner: Das 57:57 nach drei Vierteln verwandelten die Berliner Gastgeber in eine 64:57-Führung. Haarsträubende Fehler der Ruhrgebiets-Auswahl waren dafür verantwortlich. Mit Einzelaktionen verkürzte nochmals auf 65:70 (38.) und 67:73 (38.), dann machten die Berliner aber den Sack zu.

Metropol war gut gestartet, führte im ersten Viertel lange, bevor die AB Baskets mit einer 8:0-Serie aus dem 12:14 ein 20:14 machten. Metropol-Topscorer Felipe Galvez Braatz (22 Punkte) hielt den Gast mit der ersten Viertelsirene mit seinem ersten von am Ende vier Dreiern zum 22:20 im Rennen. Es folgte das zweite und beste Metropol-Viertel. Galvez Braatz drehte auf (11 Punkte in Viertel 2), Alexander Winck fand ins Match und auch Kapitän Erik Neusel (8 Punkte im ersten Viertel), Nils Charfreitag am Brett und kurz vor der Pause Nils Peters aus der Mitteldistanz trafen. Das Team des Trainer-Trios Thorsten Morzuch, Petar Topslski und Yannick Foschi führte zur Pause 42:39 und lag auf Kurs Auswärtssieg.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Winck mit sechs Punkten in Serie auf 48:44 (25.), der vierte Galvez-Dreier und ein Freiwurf von Lasse Bungart hielten Metropol auch beim 57:55 (29.) noch vorne. Doch dann gelang den Gästen in Berlin viertelübergreifend acht Minuten lang nur noch ein Neusel-Korb – das war zu wenig, um mit 1:0 in der Achtelfinalserie in Führung zu gehen. Am Ende siegten die als Team besser harmonierenden Berliner verdient. Aber am 7. April möchte MBR den ersten Play-off-Sieg eines NBBL-Teams in der Metropol-Geschichte einfahren. Dann bliebe eine Chance aufs Viertelfinale.


Felipe Galvez Braatz, Alexander Winck und Erik Neusel (v.l.) erzielten in Berlin 54 der 69 Metropol-Punkte. Fotos: Dirk Unverferth

Bitter für Metropol, das das Reboundduell in Charlottenburg mit 39:51 verlor, dass sich Toprebounder Philipp von Quenaudon am Freitag beim Abschlusstraining praktisch in der letzten Aktion des Trainings die Bänder des linken Sprunggelenkes riss und auch Aufbauspieler Luca Gerke erneut kurzfristig mit muskulären Problemen ausfiel. Zwei Leistungsträger, die im Schnitt zweistellig scoren, waren dadurch nicht dabei. Die AB Baskets spielten komplett und hatten mit Max Stölzel (16), Laszlo Cavalar (13), Vincent Friederici (12) und Leonik Wadehn (10, Sohn des 118-fachen deutschen Nationalspielers Lutz Wadehn) vier Akteure im zweistelligen Score. Außerdem lieferten die Bankspieler der AB Baskets 28 Punkte ab, die Metropol-Bank nur drei. Vier Metropol-Spieler erzielten 63 der 69 Punkte – eine ungesunde Verteilung. Das muss in Spiel zwei am Sonntag in Bochum definitiv anders werden.

Metropol: Felipe Galvez Braatz (22/4, 4 Assists), Alexander Winck (17/1, 4 Assists), Magnus Langkau, Valentin Bredeck, Simon Landwehr, Lasse Bungart (1, 5 Rebounds) Nils Peters (9, 5 Rebounds), Erik Neusel (15/3, 8 Rebounds), Semih Sehovic (3), Lennard Kaprolat und Nils Charfreitag (2).

Titelfoto: Hängende Köpfe nach der Schlusssirene in Charlottenburg: Metropol liegt 0:1 im Hintertreffen.

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