NBBL: Im dritten Viertel alles verspielt

Die Metropol Baskets Ruhr sind in der Nordgruppe der Division A der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (NBBL) auf den letzten Platz abgerutscht. Ursache dafür: Die eigene 65:74 (32:30)-Heimniederlage in der Bochumer Rundsporthalle gegen die AB Baskets aus Berlin sowie der erste Saisonsieg des bisherigen Tabellenletzten Science City Jena gegen die Rasta Young Dragons aus Vechta und Quakenbrück. Bereits am Sonntag muss Metropol nach Jena reisen – ein Schlüsselspiel am letzten Spieltag der Hinrunde.

Am Sonntag in Bochum sorgten die mit dem Zug angereisten Berliner für die erste Aufregung: Sie hatten ihre Trikots in der Bundeshauptstadt stehen lassen. Metropol-Kooperationspartner VfL AstroStars Bochum half mit einem blauen Satz aus, das Spiel konnte stattfinden. Und die Gastgeber unterstrichen im ersten Viertel, dass sie unbedingt den ersten Saisonsieg landen wollten. Die U19-Auswahl aus dem Ruhrgebiet ging durch Dreier der Bochumer Ben Böther und Niels Meesmann 6:2 in Führung, Matej Silic und Luca Michels trafen zum 15:10 aus der Distanz. Die 19:14-Viertelführung stellte Din Pobric mit zwei Körben in der letzten Minute her.

Die höchste Metropol-Führung beim 27:21 (16.) ging auf das Konto von Ben Böther, der zwei weitere Dreier einstreute. Aber die Berliner, im Frühjahr noch Endstation für Metropol im Achtelfinale der Deutschen U19-Meisterschaft, konterten und drehten zum 27:28 das Match. Magnus Langkau und Din Pobric retteten den Gastgebern die knappe 32:30-Halbzeitführung.

Der einzige Dreier von Lennard Kaprolat zum 38:35 (23.) war dann aber das letzte Lebenszeichen der Ruhrgebiets-Auswahl. Vier Minuten lang glückte dem Kooperationsteam von ETB SW Essen, VfL AstroStars Bochum, Citybasket Recklinghausen und Schalke 04 sowie der Juniorpartner BSV Wulfen, Sterkrade 69ers und LippeBaskets Werne keine einzige Offensivaktion mehr. Das nutzten die vom „Apartment am Brandenburger Tor“ gesponserten Berliner zu einem 15:0-Lauf – 38:51. 44:58 hieß es vor dem Schlussviertel.

Das Team von Thorsten Morzuch und Petar Topalski gab sich aber trotz des Rückstandes nicht geschlagen. Vom 48:60 (32.) kämpfte sich die U19 von Metropol wieder auf 56:60 (37.) heran. Nicht auszudenken, wenn die Gastgeber in dieser Phase nicht sechs von sieben Freiwürfen verworfen hätten. Doch so kippte das Match nicht, die Berliner fanden wieder in doe Spur und hielten die Metropol Baskets auf Abstand. Vor allem zwei Müller-Dreier taten der Ruhrgebiets-Auswahl weh.

Unterm Strich war das 12:28 im dritten Viertel der Genickbruch für Metropol. Zudem war die Trefferquote aus dem Feld (31 Prozent) und von der Freiwurflinie (50 Prozent) nicht dazu angetan, ein Spiel zu gewinnen. 21 Würfe mehr als der Gegner hatte MBR, aber die Quoten vor allem der Leistungsträger waren zu schwach.

Metropol: Luca Michels (14/3), Matej Silic (3/1), Laurits Wilke, Ben Böther (10/3), Niels Meesmann (3/1), Magnus Langkau (3), Lennard Kaprolat (5/1), Wesley Knaup, Din Pobric (12), Lasse Bungart (9/1), Tarik Jakupovic (2) und Fynn Dallinga (4).

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